Finnische Technologie für Schweizer Strassen

Das Swiss Transit Lab (STL) lanciert mit der Linie 13 ein weiteres Pilotprojekt. Gemeinsam mit dem finnischen Unternehmen Sensible 4 rüstet das STL einen handelsüblichen Toyota mit Sensortechnologie für automatisiertes Fahren (Level 4) auf. Es ist das erste Mal, dass ein automatisiertes Fahrzeug mit Dual-Mode-Technologie auf Schweizer Strassen zum Einsatz kommen wird. Dual-Mode heisst, dass es sowohl autonom als auch ganz normal von einer Person am Steuer gefahren werden kann. Ziel der neuen Linie 13 wird es sein, Erfahrungen für die erste und letzte Meile zu sammeln.

 

 

Im Gegensatz zu früheren STL-Projekten ist das neue Pilotprojekt dank der Kooperation mit der Swiss Association of Autonomous Mobility (SAAM) in eine überregionale, nationale Strategie eingebunden. «Wir stehen im öffentlichen Verkehr vor vielen Fragen, wie wir in Zukunft unsere Dienstleistungen für unsere Kunden anbieten werden. Mit diesem Projekt sammeln wir als Netzwerk der Mobilitätsanbieter in der Schweiz gemeinsam wichtige Erkenntnisse für die Zukunft unserer Betriebe», sagt Martin Neubauer, Geschäftsführer vom SAAM, zur Kooperation.

Start des Projekts ist für den Frühling 2022 geplant. Das Fahrzeug wird im ersten Schritt unter der Konzession der Verkehrsbetriebe Schaffhausen vbsh eine Linie zwischen dem Bahnhof Schaffhausen und dem Stadtteil Stahlgiesserei verkehren. Aktuell laufen die Arbeiten am Detailprojekt und der Austausch im Kompetenznetzwerk des SAAM. Das Fahrzeug ist gleichzeitig ein Anwendungsobjekt für weitere Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle rund um das automatisierte Fahren. Es bietet interessierten Unternehmen und Forschenden die Möglichkeit, eigene Technologien auf dem Fahrzeug einzusetzen. Diese Möglichkeit hat das STL bereits erfolgreich im ersten Projekt «Linie 12» geboten und umgesetzt.

 

Linie 13 Stahlgiesserei

Partner des Swiss Transit Labs

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