Happy Birthday, Linie 12 im Swiss Transit Lab!

Die selbstfahrende Linie 12 im Swiss Transit Lab feiert ihren ersten Geburtstag: Heute vor genau einem Jahr wurde an der Haltestelle «Zentrum Nord» in Neuhausen das rote Satinband von den vier «Swiss Transit Lab»-Gründern durchgeschnitten – als symbolischer Akt zur Feier der ersten offiziellen Fahrt mit dem selbstfahrenden Shuttle der Linie 12. Gleichzeitig wurde auch eine Weltpremiere gefeiert: die erste Integration eines selbstfahrenden Busses in das Leitsystems eines Verkehrsbetriebs. Dieser Tag war der Beginn einer spannenden und abenteuerlichen Reise in die Mobilitätszukunft.

Durch das Pilotprojekt mit dem selbstfahrenden Bus, welcher von der Schaffhauser Bevölkerung und Besuchern weltweit ins Herz geschlossen wurde, konnten wichtige Erfahrungen gesammelt werden. 

Facts & Figures über ein Jahr Linie 12: 

  • Linie 12 als Besuchermagnet:Das Bedürfnis, den selbstfahrenden Bus live zu erleben ist gross – so gross, dass sich nicht nur inländische, sondern auch ausländische Politiker wie derMinisterpräsident aus Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, eine Fahrt mit dem automatisierten Shuttle nicht haben nehmen lassen.  
  • Hohe Reichweite:Auch internationale TV-Sender wie CNN (USA), BBC (UK) und RAI 1 (Italien) zog es für ihre Fernsehberichte an den Standort in Neuhausen am Rheinfall, wo die Zukunft der selbstfahrenden Mobilität getestet wird. Das Projekt Linie 12 hat in kürzester Zeit eine enorme Anziehungskraft entwickelt und eine sehr grosse Reichweite erzielt.  
  • Projekt stösst auf grosse Akzeptanz: Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch die ETH Zürich, welche die Akzeptanz der Schaffhauser Bevölkerung gegenüber der Linie 12 im Laufe der Zeit misst. Die Resultate der ersten beiden Befragungswellen zeigen, dass sich die Akzeptanz auf einem hohen Niveau befindet.  
  • Fahrgastzahlen:Seit der Inbetriebsetzung der Linie 12 wurden 24‘700 Passagiere transportiert, was eine durchschnittliche Beförderungsleistung von mehr als 2‘000 Passagieren pro Monat bzw. 70 pro Tag bedeutet. Der beförderungsstärkste Monat war der August 2018 mit 3‘142 Fahrgästen. Der Tagesrekord liegt bei 507 Fahrgästen (am 22.09.2018).
  • Betriebsstunden/ -tage: Der selbstfahrende Bus ist seit rund 1‘500 Stunden in Betrieb. In den letzten zwölf Monaten wurden an rund 330 Tagen Fahrgäste transportiert. Die Verfügbarkeit des Shuttles betrug pro Monat mehrheitlich 97 %.
  • Gefahrene Kilometer: Pro Schicht fährt der selbstfahrende Bus zirka 13 Kilometer, was eine Strecke von rund drei Kilometern pro Stunde ergibt. Übertragen auf die gesamten Betriebsstunden hat das selbstfahrende Fahrzeug seit Inbetriebsetzung schon über 4‘800 Kilometer zurückgelegt. 
  • Begleitpersonen:Insgesamt wurden seit Februar 2018 sechs Schulungen durchgeführt und 12 Begleitpersonen ausgebildet. Zurzeit sind acht Begleitpersonen schichtweise im Einsatz. Sie sorgen dafür, dass alle Fragen rund um das Projekt der Linie 12 und das Thema selbstfahrende Mobilität geklärt werden. Ausserdem garantieren sie die Sicherheit im Fahrzeug und nehmen Berührungsängste, um Vertrauen zu schaffen – vor allem bei Passagieren, denen das Thema noch fremd ist.
  • Betrieb im Winter fortgeführt:Am Anfang wurde ein periodischer Betrieb nur während der Sommermonate vorgesehen. Im Verlaufe des Projekts wurde entschieden, auch während der Wintermonate zu fahren – somit konnten wichtige Erfahrungen bei schwierigeren Strassenverhältnissen gesammelt werden. Zum Beispiel wie das Fahrzeug bei starkem Regen und Schneefall reagiert. 

Mit diesen gewonnenen Erkenntnissen werden nun weitere zukunftsweisende Projekte in der Mobilität konkret umgesetzt – mehr hierzu in unserem Blog zu den Aspekten der Smart City

Das selbstfahrende 4x4-Shuttle ist da

Das 4x4-Fahrzeug der Firma Navya ist in Neuhausen am Rheinfall eingetroffen und verfügt über zwei Motoren. Nun können die Vorbereitungen beginnen, damit die Strecke zum Rheinfall verlängert werden kann. Die Linie 12 dreht seine Runden momentan im oberen Streckenabschnitt und bedient dort drei Haltestellen. Nach der Inspektion durch das Bundesamt für Strassen ASTRA und das Bundesamt für Verkehr BAV sowie dem Erhalt der Verfügung, wird die Strecke bis zum Rheinfall neu ausgemessen und Tests durchgeführt. Damit wird die Strecke bis zum Rheinfall mit vier weiteren Haltestellen erweitert. 

Weitere grosse Schritte Richtung zukünftige Mobilität

Die vergangenen zwölf Monate waren für das Swiss Transit Lab sehr erfolgreich. Alle Beteiligten am Projekt Linie 12 sind stolz auf das Erreichte. Mit dem Projekt Linie 12 wurde in kürzester Zeit ein sehr grosser Schritt nach vorne gemacht im Bereich der selbstfahrenden Mobilität. Das ist aber erst der Anfang: eine weitere selbstfahrende Linie ist in Planung und die Reise in die Mobilität der Zukunft geht weiter.

Partner des Swiss Transit Labs